* Ein Update zur United Healthcare Tragödie *
Als ich vor einigen Wochen über den Mord an Brian Thompson, dem CEO von United Healthcare, berichtete, ahnte ich nicht, wie schnell sich die Debatte um Sicherheit für Führungskräfte weiterentwickeln würde. Heute, nur zwei Tage nach dem offiziellen Launch am 18. Februar 2025, möchte ich Ihnen eine überraschende Entwicklung in dieser Geschichte präsentieren: die App **Protector**, die als direkte Reaktion auf diesen Vorfall entwickelt wurde.
Der Mord an Brian Thompson am 4. Dezember 2024 löste eine Welle der Besorgnis über die Sicherheit von Führungskräften aus. Nick Sarath, ein ehemaliger Produktdesigner bei Meta, griff diese Sorgen auf und beschleunigte die Entwicklung von Protector. Ursprünglich für das erste Quartal 2025 geplant, wurde der Launch vorgezogen. Interessanterweise war die App bereits einige Monate vor der offiziellen Einführung in begrenztem Umfang verfügbar, was die dringende Nachfrage nach solchen Diensten unterstreicht.

Bildquelle: Protector App
Die Funktionsweise von Protector ist beeindruckend einfach:
- Benutzer wählen die gewünschte Anzahl an Bodyguards
- Sie können zusätzlich gepanzerte Fahrzeuge wie Cadillac Escalades anfordern
- Die Buchung erfolgt für bestimmte Zeiträume, ähnlich wie bei Fahrdiensten
Aktuell ist Protector in New York und Los Angeles verfügbar, mit Plänen zur Expansion.
Was Protector besonders macht, sind die vom Anbieter angegebenen hohen Qualifikationsstandards der Sicherheitskräfte:
- Elite-Sicherheitsprofis mit Hintergrund in Strafverfolgung, Militär und Spezialeinheiten, wie ehemalige Mitglieder von Air Force Pararescue, Marine Snipers, Navy SEALs, NYPD, LAPD und SWAT-Teams.
- Alle Sicherheitskräfte sind lizenziert, verdeckt Waffen zu tragen und bleiben im Dienst bewaffnet.
Die Preisgestaltung ist flexibel und richtet sich nach den Bedürfnissen der Kunden:
- Grundservice: 100 USD pro Stunde (5-Stunden-Minimum) für einen Personenschützer und ein schwarzes Fahrzeug
- Premium-Option: 200 USD pro Stunde für einen Personenschützer und einen Fahrer
- Zusatzoptionen wie weitere Wachen, Motorradkolonnen oder hochrangige Sicherheitsmaßnahmen sind verfügbar
Kunden können zudem die Kleidung der Sicherheitskräfte und die Art der Fahrzeuge anpassen.
Während Sarath betont, dass Protector Sicherheit demokratisieren soll, bleiben kritische Stimmen nicht aus. Die hohen Kosten machen den Service für viele unerschwinglich, was die Frage aufwirft: Verstärkt diese Innovation die soziale Ungleichheit?
Ich persönlich sehe in Protector sowohl Chancen als auch Risiken. Die App könnte das Potenzial haben, hochqualifizierte Schutzmaßnahmen effizienter und zugänglicher zu gestalten. Gleichzeitig wirft sie ethische Fragen auf. Ich werde die Entwicklung von Protector und ähnlichen Innovationen im Auge behalten. Die Diskussion um Sicherheit, Technologie und soziale Gerechtigkeit ist noch lange nicht abgeschlossen, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieser neue Ansatz im Personenschutz entwickeln wird.
