Aufhebung des Shutdown muss kommen

Die Wirtschaft muss jetzt kreativ werden, um dem Shutdown wirkungsvoll entgegen zu treten. Die lang erwartete Corona-App und flächendeckenden Tests auf Antikörper werden benötigt. Auch weitergehende Maßnahmen, wie Fiebermessungen an Eingängen zu öffentlichen Gebäuden oder Geschäften sowie Möglichkeiten für sicheres Arbeiten im Home-Office sollten nun überlegt werden.

In der aktuellen Corona-Krise ist es erforderlich, mit tatsächlichen Risiken offen umzugehen. Dazu gehört, dass man mögliche Auswirkungen realistisch betrachtet, hilfreiche Lösungsansätze findet und auch alternative Optionen überlegt, egal wie drastisch sie anfangs erscheinen. Mitunter sind solche Lösungsansätze ganz anders als die bisherigen Wege und müssen kreativ sein, um die Krise effektiv zu bewältigen. Daher darf es bei der Krisenbewältigung keine Denkverbote geben! Alle derzeitigen Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, die Ansteckungsgeschwindigkeit zu verlangsamen („flatten the curve“). Nun ist es aber an der Zeit, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, weil die Auswirkungen eines lahmenden Deutschlands vermutlich noch viel drastischere Folgen hätten.

Mögliche Maßnahmen in der Krise:

  • Corona-App (dezentral, für ein höheres Vertrauen der Bevölkerung)
  • Flächendeckende Tests auf Antikörper
  • Fiebermessungen im öffentlichen Bereich
  • Spezielle Computer für sicheres Home-Office

Anfang Februar zeigten Berichte, wie in Wuhan, einer der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Städte, innerhalb von 10 Tagen ein Krankenhaus mit 1.000 Betten aus dem Boden gestampft wurde. Ganze Millionenstädte wurden in China abgeriegelt und das wirtschaftliche und soziale Leben in der Provinz Hubei kam zum Erliegen. China erließ sofort eine Reisesperre und für die meisten Asiaten ist es seit vielen Jahren ganz normal, in der Öffentlichkeit eine MNS-Maske zu tragen. Auch die Fieber-Kontrollen an Bahnhöfen, Flughäfen oder Eingängen zu öffentlichen Gebäuden sind für sie nichts Außergewöhnliches.

In Deutschland wehrte man sich zuerst gegen Reisebeschränkungen, die Maskenpflicht wurde milde belächelt und aktuell stellt man sich gegen Fiebermessungen im öffentlichen Bereich, weil Experten davon überzeugt sind, dass es nur wenig bringt. Fakt ist aber, dass Social Distancing und Ausgangsbeschränkungen allein nicht ausreichen werden, sondern wir eine Vielzahl von Maßnahmen benötigen, um der Wirtschaft nicht noch mehr zu schaden!

Noch am 22. Januar 2020 äußerte sich Prof. Dr. Wieler, der Präsident des Robert Koch Instituts (RKI), in einem Interview, dass sich das Virus nicht sehr stark auf der Welt ausbreite. In der Einschätzung des RKI an diesem Tag wurde das Risiko für die deutsche Bevölkerung als sehr gering eingestuft. Noch am 13.02.2020 veröffentlichte das RKI dazu ein Epidemiologisches Bulletin, in dem erklärt wurde, warum das Risiko für die deutsche Bevölkerung aktuell noch als gering eingeschätzt wird (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/07_20.pdf%3F__blob%3DpublicationFile). Etwas mehr als zwei Monate später liegt die Zahl der gemeldeten Infizierten in Deutschland bei annähernd 160.000 Menschen und die Todesfälle bei knapp ca. 6.000.

Während Anfang April immer wieder von Politikern und Virologen in den Medien zu hören war, dass sie eine Schutzmaskenpflicht für nicht erforderlich oder nicht nötig hielten, ist es Ende April Fakt in den meisten Bundesländern, dass man in der Öffentlichkeit (z.B. beim Einkaufen oder dem ÖPNV) eine MNS-Maske oder zumindest ein Tuch oder einen Schal vor Mund und Nase tragen muss. Auch Politiker und Experten sind sich in dieser Zeit nicht einig, was die beste Strategie ist. Daher ist jetzt die Zeit, um über weitere, kreative Lösungen zur Bewältigung der Krise nachzudenken.

Wir alle sollten uns daher fragen, welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind und welche Lösungsansätze wir bereit sind in Kauf zu nehmen, um die Ausbreitung der COVID-19 Pandemie zu verlangsamen. Es ist wichtig, dass ein Infizierter sofort weiß, dass er das Virus in sich trägt, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden. Daher sind die Corona-App, regelmäßige Fiebermessungen und massenweise Tests auf Antikörper erforderlich. Keines davon ist ein Allheilmittel, aber in der Summe weitere Beiträge, um schnellst möglich festzustellen, ob man mit einem Infizierten Kontakt hatte, ob man evtl. das Virus in sich trägt (ohne weitere Symptome) oder evtl. schon infiziert war, ohne dass man es gemerkt hat.

Corona-App

Die Entwicklungen zur Corona-App waren auf einem guten Weg, bis die Bundesregierung darauf beharrte, dass die Daten zentral auf einem staatlichen Server erfasst werden sollten. Dies führte dazu, dass die meisten Beteiligten der App ausstiegen. Gerade in einer Situation, in der Grundrechte anscheinend mit einem Federstrich gekippt werden (siehe Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen) wäre es fatal gewesen, weiter auf die zentrale Erfassung zu setzen. Die dezentrale Erfassung auf jedem Gerät selbst wird sicherlich für mehr Vertrauen der Bürger in die App und damit zu einem großflächigeren Einsatz führen. Die Menschen können nun sicher sein, dass sie zwar schnell die Info bekommen, ob sie mit einem Infizierten Kontakt hatten, ihr Name und Adresse aber nicht zwingend einer Bundesbehörde bekannt sind.

Flächendeckende Tests auf Antikörper

Obwohl heiß diskutiert wird, dass die Bundesliga für eine Fortsetzung des Spielbetriebs ihre Spieler regelmäßig auf Corona testen will, ist dies ein sinnvoller Ansatz, wieder in einen „Normalbetrieb“ zurückzukehren. Großflächige Tests auf Antikörper könnten bestätigen, ob evtl. schon viele Menschen die Krankheit hatten, ohne es zu merken. Wer die Krankheit schon hinter sich und damit Antikörper hat, könnte anders am Wirtschaftsleben teilnehmen als Risikogruppen. Darüber benötigen wir möglichst schnell Klarheit. Daher ist es vermutlich auch für Unternehmen sinnvoll, sich rechtzeitig um Testkapazitäten zu kümmern. Dafür wären Testkits nötig, die auch ohne ärztliche Hilfe funktionieren und zuhause selbst angewandt werden können (analog zu einem Schwangerschaftstest). Die Kosten könnten Unternehmen für ihre Mitarbeiter übernehmen, um eine höhere Sicherheit am Arbeitsplatz bzw. bei Kundenterminen zu gewährleisten.

Fiebermessungen im öffentlichen Bereich

Um wieder ein „normales“ Wirtschaften zu ermöglichen, müssen alle Hinweise auf eine mögliche Infektion ergriffen werden. Fiebermessungen könnten da ein probates Mittel sein. Sie könnten daher z.B. an Eingängen zu ÖPNV, Geschäften, Behörden oder Arztpraxen durchgeführt werden. Hier bieten spezielle Videosysteme mit Wärmebildkameras (https://www.securiton.de/de/thermal-screening-koerpertemperatur-messen-mit-waermebildkameras.html) die Möglichkeit, bei einem Besucherstrom unauffällig die Temperatur der Menschen zu messen. Durch Sicherheitspersonal könnten bei erhöhter Temperatur Maßnahmen getroffen werden, um eine Ansteckung anderer Menschen zu vermeiden.

Sichere Computer fürs Home-Office

Cyberkriminelle haben auch in Zeiten von Corona Hochkonjunktur. Sie haben sogar leichtes Spiel, weil viele Mitarbeiter schnellstmöglich ins Home-Office gingen und dabei teilweise Sicherheitsfunktionalitäten außer Acht gelassen wurden. Daten auf schlecht gesicherten Computern können abgefischt oder verschlüsselt werden, um das Unternehmen damit zu erpressen. Gerade die oftmals schlechter gesicherten Zugänge vom Home-Office auf das Firmennetzwerk haben die Täter dabei im Visier.

Vor allem sensible Bereiche, die evtl. nur übergangsweise auf Home-Office zurückgreifen und ansonsten die Sicherheitsfunktionen eines Bürogebäudes (Zutrittskontrolle, gemanagtes WLAN etc.) zu schätzen wissen, sollten jetzt über gesicherte Computer bzw. ein spezielles Netzwerk für einen abgeschlossenen Benutzerkreis verfügen. Dies sollte zumindest für die Übergangszeit aufgebaut und Sicherheits- oder Zugangsfunktionalitäten in den Laptops nachgerüstet werden. Corporate Trust hilft gerne bei der Umsetzung.

Autor:

Christian Schaaf

Geschäftsführer

E-Mail: schaaf@corporate-trust.de

Tel. +49 89 599 88 75 80

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