Wer kann Opfer von Entführungen werden?

Das Thema Entführung ist in den deutschen Medien eher selten aufzufinden, was dazu führt, dass die meisten Unternehmerfamilien und Vermögensinhaber in Deutschland sich sicher fühlen und Gedanken an Entführung, Erpressung und Spionage eher verdrängen. Dabei sieht die Realität leider etwas anders aus. Derzeit gibt es immer noch etwa 65 Entführungen jährlich in Deutschland.

Die letzte bekannte Entführung mit Lösegeldforderung in Deutschland ist bereits einige Jahre her. Das könnte einer der Gründe sein, warum sich viele Unternehmerfamilien bzw. Vermögensinhaber sicher fühlen und sich nicht mit diesen Themen auseinandersetzen.

Doch Entführungen, oder deren Androhung, gibt es durchaus noch: Mitglieder der Organisierten Kriminalität in den Niederlanden hatten jüngst sogar gedroht, Prinzessin Amalia zu kidnappen. Derzeit ist sie auf Personenschutz angewiesen und kann sich nur begrenzt außerhalb des eigenen Hauses bewegen.

Entführungen von Vermögensinhabern ist für die Täter meist ein sehr lohnendes Geschäft, da die Angehörigen aus Angst und Schock jeder erdenklichen Lösegeldforderung nachkommen, um den oder die Entführte schnellstmöglich und unversehrt wiederzubekommen. Gerade bei der Entführung von Kindern handeln Eltern meist unüberlegt und folgen den Forderungen der Täter, ohne eine Garantie der Unversehrtheit bzw. Rückführung des Kindes zu haben. In der Vergangenheit wurden da schon mehrere Millionen Euro an die Entführer gezahlt.

Momentan ist die Gefahr einer Entführung nicht so konkret wie in anderen Ländern, aber wie sieht es in den kommenden Jahren aus? Bei steigender Inflation, erhöhten Energiekosten und kriegerischen Auseinandersetzungen steigt erfahrungsgemäß auch die Kriminalität im eigenen Land. Sehr wahrscheinlich kommt es in der nächsten Zeit zu einer Kündigungswelle im Mittelstand und damit zu einer noch größeren Spaltung von arm und reich. Dadurch rücken Vermögensinhaber und Gewinner der Krisen wieder deutlich mehr in den Fokus.

Wichtig ist, dass Unternehmer und Vermögensinhaber auf Szenarien wie Entführung, Erpressung oder Spionage vorbereitet sind und auf vernünftige Sicherheitskonzepte zurückgreifen können, um es den Tätern so schwer wie möglich zu machen. Nur auf diese Weise kann man schweren Straftaten vorbeugen und sich sicherer fühlen.

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